Jenni’s Weblog

Leben im Paradies

Da bin ich wieder… Dezember 23, 2008

Filed under: Erlebnisse — witchitaito @ 2:27 pm

…lang, lang ists her und ich habe wirklich ein schlechtes Gewissen!

Aber, man wird es mir sicher verzeihen 😉 oder? Ha, was wollt ihr denn machen, wie ich lese, höre usw fehle ich euch allen und das ist ein schönes Gefühl – und gar nicht mehr sooo lange, dann bin ich wieder da.

Für die, die es noch nicht wissen, in Kiel bin ich nur bis zum 24.2., danach gehts für drei Monate ab nach München – Wohnung suchen. Ab dem 2.3. fängt mein Praktikum in der Galileo-Redaktion von ProSieben an.

Ja, in den letzten Wochen ist so einiges passiert – um es mal gleich loszuwerden…meine Noten haben sich hier schnurschtracks von gut in böse verwandelt und ich komme mit zwei D´s (entspricht einer vier) und einem C (dementsprechend eine drei) nach Hause. Ja, das war von Anfang an anders gedacht, aber man sollte tatsächlich doch nicht nach Honolulu zum studieren gehen, wenn man nicht einen Business- oder Finance-Kurs belegt. Meine lieben Kollegen von Austauschstudenten hier, hatten nämlich alle das Glück, das irgendwer immer die Lösungen von einem vorherigen Semester zugesteckt bekommen hat und mussten nicht viel machen. Wenn aber alle um einen herum nichts machen und immer schön diese Insel erkunden, andere Inseln erkunden oder noch andere Aktivitäten planen, kann man schlecht „Nein“ sagen. ->Ich weiß, ich weiß, von Anfang an  habe ich gesagt, dass ich selbstverständlich studieren werde in der Uni-Zeit, schließlich bin ich ja danach noch zwei Monate da und kann mir dann alles anschauen – aber so läuft das eben nicht! Was soll ich mir die Insel im Januar allein anschaun, wenn alle schon wieder weg sind?! Ganz genau, das habe ich mir auch gesagt „Jenni, du bist nur einmal in deinem Leben in dieser Situation, also machst den Spaß mal mit! Die Noten gehen sowieso nicht so wirklich in die BA-Endnote mit ein – HA!“

Zum Glück ist die Uni nun auch schon seit dem 12.12. vorbei, aber trotz meines sehr wenigen lernens, habe ich KEINEN EINZIGEN SURF-CONTEST MITBEKOMMEN/GESEHEN! Ja, das ist sehr schwach…ach mensch Kelly…hehe 😉 Kann man nichts machen. Dafür bin ich, wie ja schon mal erwähnt, auf Kauai gewesen (hat mir bisher am Besten gefallen), über Thanksgiving auf Big Island (auch sehr schön, aber teilweise doch sehr trocken-schwarze Lava etc) und nach den Klausuren auf Molokai (traumhaft schön, aber nach drei Tagen und den Umständen…). Ich habe schon Delphine, Haie und WALE (ja Jule, ich hab sie gesehen) oh und natürlich Schildkröten gesehen.

Und nun ist bald Weihnachten…die Ersten verlassen nach und nach das Paradies, in dem wir die letzten Monate leben durften und irgendwie will sich das Weihnachtsfeeling bei mir nicht breit machen. Es ist komisch – einerseits kommt man gar nicht dran vorbei (überall Weihnachtsschmuck, die Amis drehen ja gern mal durch, Weihnachtsmusik und zum Teil laufen die Angestellten mit ner Nikolaus-Mütze herum), andererseits ist man hier eben unter Palmen, am Strand, Surfen und es sind tagsüber eigentlich nie weniger als 24 Grad!!!

Achja, das Thema mit dem Wetter…wie weit es in Deutschland in den Nachrichten durchgesickert ist, weiß ich nicht, aber ich kann sagen – juchu, eine richtige amerikanische Naturkatastrophe 😀 Ok, es ist nicht angemessen, es war zeitweise wirklich schlimm. Letzte Woche fing es an zu Regnen…nein, nicht nur Regen, es war ein imenser Sturm! Auf der ganzen Insel waren Straßen, Brücken, Wege einfach weggespült, überflutet und so weiter. Schulen waren über mehre Tage gesperrt, Häuser können erst in einigen Wochen wieder bewohnt werden. Ich habe Bilder gesehen, auf denen ging den Menschen das Wasser bis zur Brust – circa vier Menschen haben ihr Leben gelassen. Am Schlimmsten hat es die Nordseite von Oahu getroffen, wir hier in Waikiki hatten „nur“ überflutete Straßen und obwohl mein Zimmer im 22.Stock liegt, bin ich den ersten Morgen gegen 6Uhr aufgewacht und habe in einem nassen Bett gelegen. Es ist schön, wenn der Balkon über einem nicht richtig dicht ist und über Tage das Wasser in mein Bett tropft – aber mit Töpfen in der Koje schläft es sich auch ganz angenehm. Im Moment hat sich das Wetter beruhigt, es regnet nur noch von Zeit zu Zeit, aber es ist eben nicht der Sonnenschein, den man von Hawai’i erwartet. Man kann sich nur vorstellen, wie ärgerlich das für diejenigen ist, die am Woe nach Hause zurückfliegen und nicht annähernd so braun sind wie vor fünf Wochen noch – hahaha.

Nun gut, ich fange dann mal mit ein paar Bildern von Kauai an…

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Ankunft „The Garden Island“ in Lihue. Die Chaoten v.l. Markus, Conny, Nick, Jenni, Jakob

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Der Kofferraum und erster Stopp – Waimea Canyon

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Nächster Tag – Kanu-Tag

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aber vorher schön zu mäcces 🙂

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Wailua River – viel zu sehen gabs auch…schau da oben!

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Hike zu den Secret Falls – ich hab die Karte!

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Secret Falls – gefühlte Null Grad und eine unheimliche Kraft

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Abends – Stärkung für den nächsten Tag

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Nächster Tag – Wellen am Poipu Beach…

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Kilauea Lighthouse – von Dezember bis März LookOut Pt. für Wale

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Kurz vor Sonnenuntergang, Hanalei Bay

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Nächster Tag – 4 Meilen Off-Road zum Polihale Beach

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angekommen

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Am letzten Abend hat uns dann unser lieber Herr Nachbar in unserem kleinen hübschen Cottage (3 Zi., 2 Bäder, Wohnküche, gr. Veranda)

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frische Kokosnüsse aufgemacht. Wasn Akt! Aber wahnsinnig lecker. Kein Vergleich zu denen, die man in Deutschland kaufen kann. Ja, hier kauft man sich nämlich keine Kokosnüsse, man sammelt sie vom Fußboden auf, schüttelt sie und wenn man hört, das noch Wasser in der Nuss ist, nimmt man sie einfach mit :).

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Das war ein schöner Abschluss…Ich sags mal so – Kauai war die einzige Insel bisher, von der keiner zurück nach Waikiki wollte! Wir haben dann aber auch am nächsten Tag festgestellt, dass wir auf sehr hohem Niveau jammern. Trotzdem, ich muss es hier anmerken, am nächsten Abend haben mich die Touristen, die Lautstärke und die ganzen Verrückten in Waikiki ziemlich fertig gemacht! Wenn man HAWAI’I kennenlernen möchte sollte man nicht in Honolulu wohnen. Man hat auch hier auf Oahu die Möglichkeit den ganzen Trubel mal hinter sich zu lassen, aber eben außerhalb der Hauptstadt. Alles ist so viel lebendiger, grüner, ruhiger…und sehr zu empfehlen sind Trips auf die anderen Inseln – Kauai ist traumhaft! Und eigentlich müsste ich da irgendwann nocheinmal hin, denn ich habe längst nicht alles gesehen, was man gesehen haben sollte – wobei ich dann auch nochmal nach Big Island müsste. Hm, das heißt wohl, dass ich keinen Abschied von Hawai’i nehmen werde…ich komme wieder!

Aber damit ihr auch einen Eindruck von Big Island bekommt, hier nun die Bilder dazu. Big Island ist mit Kauai überhaupt nicht zu vergleichen – die Insel ist fast um das doppelte größer (Oahu und Kauai haben fast die gleiche Fläche) und hier hat man auf dem Berg die Möglichkeit Ski zu fahren und danach dann im Ozean baden zu gehen.

Starten wir mal mit der BI-Truppe (Gruppenbilder sind doch was tolles 😉 )

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Da hätten wir v.l. Markus, Fanny, Nick, Jenni, Ellen, Jakob

Nach der Ankunft erstmal eine JAUSE (Österreichisch, hat uns der Markus beigebracht 🙂 )

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…und wenn man einen 5-er Wagen bucht, dann aber zu 6t ist, muss halt einer in den Kofferraum 🙂

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Es war das Thanksgiving-Wochenende, an dem wir auf Big Island waren. Nick (eigentlich aus Italien) hat im letzten Jahr seine High-School auf Big Island beendet und seine Gastfamilie hat uns prompt zum echten amerikanischen Thanksgiving Dinner eingeladen…das ist Auntie-Liza mit dem Nick

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Es war grandios! Mal eben für 12 Leute ein Thanksgiving Dinner zaubern und dann ist noch sooo viel übrig geblieben…hmmmm, lecker!

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danach ab an den Black Sand Beach und den (wie offensichtlich) aufgedunsenen Bauch wieder loswerden…

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gleich darauf dann ab in den Vulcano National Park (in dem Gebiet stand auch unser kleines Häuschen). Der Vulkan qualmt schon seit hundert Jahren 🙂 ausgebrochen ist der Anfang der 80-er das letzte mal, denk ich 😉

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hier unser kuscheliges Häuschen – mit Ofen, den man brauch man da oben aber auch 😉

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Zweiter Tag, Insel anschauen und schöne Plätze entdecken…

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…aber auch DAS ist Big Island – trockene Lava-Ströme aus der Vergangenheit

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Rainbow-Falls ohne Rainbow, weil keine Sonne 🙂

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Akaka-Falls – offensichtlilch 😉

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Danach dann ab ins Waipio Valley, vom Autovermieter strengstens verboten aufgrund der Steigung – also hin da!

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weiße Autos haben auch selbst Schuld!

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unten angekommen – Flußdurchqueerung – so tief sah es gar nicht aus…

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jetzt ab ins Wasser…

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…die Wellen waren wahnsinnig gewaltig! Hier ein schön getroffenes Bild von Markus

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Abends ging es dann noch völlig erschöpft zu den Lava-Strömen des Kilauea. Man durfte leider nicht so nah ran und weils zu dunkel war, konnten wir auch nicht über die Absperrung gehen, aber dafür habe ich drei Sternschnuppen gesehen 😀

Am nächsten Tag ging es zuerst nach Hilo (eine der zwei größten Städte auf Big Island). Dort haben wir uns bis Mittags die Zeit vertrieben und danach ab auf den Mauna Kea – höchster Berg der Welt (!!!), nach oben zwar „nur“ 4205m, aber unter der Erde hat er eine Tiefenhöhe von circa 5000m. Gefühlte Temperatur war Minus 30 Grad Celsius, wenn man ein halbes Jahr nur Temperaturen von 76 Fahrenheit gewohnt ist, sind 22 Fahrenheit schon ein sehr großer Unterschied. Hier nun die Bilder zum Mauna Kea – nebenbei, der NASA dient er als Übungsplatz für Mondlandungen.

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Am 1.12. hieß es dann wieder ab nach Waikiki…letzte Runde Uni, Klausuren schreiben etc…da es danach ja rein vom Kopf her, wieder eine kleine Erholung brauch, sollte fast selbstverständlich sein 😉

Am 13.12. wollten Ellen und ich dann nach Molokai (Ellen, falls du das hier liest – es tut mir leid, ich kann es nicht für mich behalten 😀 ). Hätte auch alles wunderbar einfach werden können…ja, wenn wir nicht am Abend vorher Feiern gegangen wären! Wir wollten gegen sechs aufstehen, der Flieger sollte morgens gegen 8 Uhr losfliegen, eingeschlafen sind wir gegen sechs. Aufgewacht sind wir circa zwanzig vor acht. Zu Spät – ok! Zack, zack, zack…ab ins Taxi. Optimistisch und betrunken wie wir waren, haben wir fest daran geglaubt es zu schaffen, mit einem Stau auf dem High-Way konnte ja nun keiner rechnen…Angekommen am Flughafen um 9.15 bekamen wir zu lesen, dass der Flieger aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse erst um 9.20 startet – Hoffnung! Leider wollte man uns aber nicht mehr rein lassen…

Dafür haben wir ein Stand-By-Ticket bekommen und durften den ganzen Tag in dem kleinen Flughafengebäude der Interisland-Flüge verbringen. Gesagt wurde uns, dass der Flug um fünf eigentlich voll besetzt ist, wenn wir da also nicht mitfliegen können, müssten wir um 18.30 fliegen. Da der aber auch eher ausgebucht ist, sollten wir uns lieber auf den Flug am nächsten Morgen um 5 Uhr einstellen!!!!!!!! ;(  Gut, dass wir beide Glückskinder sind, wir haben noch jeder einen Platz in der 17Uhr Maschine bekommen.

25 Minuten Flug – Ankunft Molokai. Molokai hat die Fläche von Hamburg, aber es leben nur 6000 Menschen auf dieser Insel. Man kann eine Stunde nach rechts, eine Stunde nach links und 15Minuten nach oben fahren – das ist Molokai 🙂

Diese Insel ist wirklich wunderschön, alles ist saftig Grün. In die eine Richtung hat man irgendwie eine Art von Feldern auf denen Rinder weiden und auf der anderen Seite Strände, Berge, Palmen, Klippen…es ist schon wirklich schön…aber es war im Grunde ein Tag zu lang. Wir hatten alles gesehen und mussten uns irgendwie beschäftigen. Das fällt aber sehr schwer, denn auf Molokai gibt es keine Ampeln, nur einen Ort, ein Restaurant und vier Polizisten – um euch einen Eindruck zu vermitteln, dass es also nichts gibt 😉 . Da das Wetter auch eher bescheiden war, konnte man auch nicht am Strand rumgammeln…und geschlafen haben wir im Auto, weil es nur teure Luxus-Resorts gibt und wir uns das nicht leisten wollten. Hier nun ein paar Bilder

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Ha, das hätt ich ja fast vergessen…das wars auch schon mit den Fotos! In der ganzen Hektik am Morgen hat die Ellen nämlich ihre Kamera vergessen, ich meine Akkus nicht gecheckt (klar, die waren leer) und mein Handy hat auch nach zehn Bildern schlapp gemacht. Das ist sehr schade, aber man behält ja trotzdem alles in Erinnerung 😉

Das waren also die letzten Wochen – ich hoffe, dass es nicht zu viele Bilder auf einmal waren und wenn doch, man kann es sich ja auch einteilen!

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2 Responses to “Da bin ich wieder…”

  1. Vesy Says:

    Wieso habt ihr denn Schnee auf dem Mountain gefunden 😦

  2. Mama Says:

    ……endlich mal wieder etwas NEUES!! Hat Spaß gemacht, zu schauen und zu lesen!!! Danke, so konnte man mal dem tristen Wetter hier entfliehen….! Klitzekleiner Neid!! Wer wäre da nicht gern dabei gewesen?! Ich liebe Dich, Ma.


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